Bislang kamen Ryanair-Kunden, die ihre Siebensachen nicht im Handgepäck unterbringen konnten, einigermaßen glimpflich davon. Nun wird’s teurer für schätzungsweise ein Drittel der Passagiere: Ryanair macht Ernst mit seiner geplanten “Umerziehung” der Fluggäste.
Wie Stephen McNamara, Head of Communication der Fluggesellschaft, ankündigte, soll die Erhöhung der Gepäckgebühren von 20 auf 25 Euro je Koffer die an schwereres Gepäck gewöhnte Minderheit der Passagiere dazu bewegen, in Zukunft mit ihrem Handgepäck auszukommen, das nach wie vor bis 10 kg kostenfrei ist. Auch die Gebühren für per Call Center oder direkt am Flughafen gebuchtes Gepäck steigen deutlich, und zwar von 35 auf 60 Euro (in der Nebensaison bleibt es bei den bisherigen 15 Euro pro Gepäckstück).
Und um auch die laut McNamara eher wenigen Fluggäste umzuerziehen, die ohne ihre Bordkarte am Flughafen erscheinen, erhöht Ryanair die Gebühren für eine Neuausstellung der Bordkarte von 40 auf 60 Euro.
McNamara betonte, es ginge der Fluggesellschaft hauptsächlich darum, vor allem während der Hochsaison mit möglichst wenig Gepäck zu fliegen. Und dies dürfte wohl am ehesten gelingen, wenn es dem Kunden an den Geldbeutel geht.
Das Motto ab dem 15. Januar 2012 wird also lauten: Wer sich diszipliniert, fliegt günstiger. Jedenfalls bei Ryanair.
Quelle: reisenews-online.de

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